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Achillessehnenriss

Achillessehnenriss – wenn die stärkste Sehne reißt

Die Achillessehne ist die kräftigste Sehne des menschlichen Körpers. Sie verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein und spielt eine zentrale Rolle bei Bewegungen wie Gehen, Laufen oder Springen. Dabei ist sie täglich enormen Zugbelastungen ausgesetzt – besonders im Sport.

Ein Achillessehnenriss (Ruptur) entsteht meist plötzlich, häufig beim Sprintstart, Absprung oder abruptem Richtungswechsel. Auslöser können eine kräftige Abstoßbewegung, ein direkter Schlag gegen die Ferse oder eine vorgeschädigte Sehne sein – etwa durch Überlastung, altersbedingten Verschleiß oder Cortisoninjektionen.

Besonders anfällig ist das mittlere Drittel der Sehne, das vergleichsweise schwach durchblutet ist. In manchen Fällen reißt die Sehne sogar ohne ersichtliches Trauma, etwa beim ersten Schritt nach längerer Inaktivität.

Symptome

Ein Achillessehnenriss äußert sich meist sehr plötzlich und eindeutig.

Schmerzen

Plötzlicher stechender Schmerz im Bereich der Ferse oder unteren Wade

Verlust der aktiven Fußstreckung

Stehen auf den Zehenspitzen ist nicht mehr möglich

Schwellung und Bluterguss

Im Bereich der Ferse oder unteren Wade kommt es oft zu Schwellungen und einem Bluterguss, da umliegende Blutgefäße mitverletzt werden können

Behandlungsmöglichkeiten bei Achillessehnenriss

Die Behandlung eines Achillessehnenrisses richtet sich nach dem Alter, dem Aktivitätsniveau, dem Abstand zwischen den gerissenen Sehnenenden und dem allgemeinen Gesundheitszustand.

Therapieoptionen

Konservativ und operativ – wir finden den passenden Weg

Häufige Fragen zum Achillessehnenriss

Wie merke ich, ob meine Achillessehne gerissen ist?
Viele Betroffene spüren einen plötzlichen Schmerz, hören ein knallendes Geräusch („Peitschenhieb“) und können den Fuß nicht mehr aktiv abstoßen. Häufig ist auch eine Delle über der Ferse tastbar.
Kann ich mit gerissener Sehne noch laufen?
Manche Patienten können noch gehen, aber nicht mehr kraftvoll abdrücken oder auf den Zehenspitzen stehen. Das Gehen ist oft unsicher und schmerzhaft.
Muss ein Achillessehnenriss immer operiert werden?
Nicht unbedingt. Bei bestimmten Voraussetzungen ist auch eine konservative Behandlung mit spezieller Schiene möglich. Die Entscheidung hängt vom Alter, Aktivitätsniveau und der Art des Risses ab.
Wie lange dauert die Heilung?
Die Heilungszeit beträgt meist 3 bis 6 Monate – je nach Therapieform. In dieser Zeit erfolgt eine stufenweise Belastungssteigerung mit begleitender Physiotherapie
Wann darf ich wieder Sport treiben?
Leichter Sport ist meist nach etwa 3 Monaten, belastungsintensiver Sport (z. B. Laufen, Ballsport) frühestens nach 4–6 Monaten wieder möglich – abhängig vom Verlauf.