PIP-ARTHRODESE
Methode
Operative Versteifung des PIP-Gelenks zur Korrektur der Hammerzehe
Dauer
20 bis 30 Minuten
Erholungszeit
6 bis 8 Wochen
Was ist eine PIP-Gelenkarthrodese?
Die PIP-Gelenkarthrodese ist ein bewährtes operatives Verfahren zur dauerhaften Begradigung einer Hammerzehe. Dabei wird das proximale Interphalangealgelenk (PIP) operativ versteift. Ziel ist es, die schmerzhafte Krümmung zu korrigieren, Druckstellen zu beseitigen und eine dauerhafte Stabilität zu erreichen.
Ablauf der Operation
- Hautschnitt über dem PIP-Gelenk der betroffenen Zehe
- Entfernung der Gelenkflächen im Mittelgelenk
- Geradestellung der Zehe und Fixation mit Draht, Schraube oder Implantat
- Wundverschluss und Anlage eines Verbandschuhs
Rehabilitation nach PIP-Arthrodese
Die Nachbehandlung zielt auf die sichere Einheilung der Arthrodese und die Wiederherstellung der Belastbarkeit im Alltag. Die Reha ist in Phasen strukturiert:
Phase I (0–3 Wochen): Schutz und Wundheilung
- Tragen eines Vorfußentlastungsschuhs
- Fußhochlagerung zur Schwellungsreduktion
- Wundkontrolle, Fadenzug nach ca. 14 Tagen
- Keine Belastung über den Vorfuß
Phase II (4–6 Wochen): Belastungsaufbau
- Beginn der Teilbelastung im Alltag
- Umstieg auf normalen Schuh nach Freigabe
- Mobilisation der benachbarten Zehengelenke
- Gangschulung mit physiotherapeutischer Anleitung
Phase III (ab Woche 7): Rückkehr zur vollen Aktivität
- Normale Belastung im Alltag ohne spezielle Hilfsmittel
- Individuelle Einlagenversorgung bei Druckstellen
- Wiedereinstieg in Beruf und Freizeitaktivitäten
- Schlusskontrolle der knöchernen Konsolidierung