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NAHTTECHNIK OFFEN

Methode

Offene Nahttechniken für Sehnen und Bänder

Dauer

45 bis 120 Minuten

Erholungszeit

8 Wochen bis 6 Monate

Wie funktioniert eine offene Nahttechnik?

Als Spezialisten für offene Chirurgie in Freiburg setzen wir bewährte Nahttechniken ein, um komplexe Sehnen- und Bandverletzungen zu behandeln. Offene Verfahren ermöglichen eine direkte Sicht auf die verletzten Strukturen und erlauben präzise Rekonstruktionen bei schweren Verletzungen. Diese Techniken sind besonders bei komplexen Verletzungen oder Revisionseingriffen von großer Bedeutung.

Bei offenen Nahttechniken wird über einen direkten Zugang die verletzte Struktur freigelegt und unter direkter Sicht rekonstruiert. Dies ermöglicht eine präzise Adaptation der Gewebestrukturen und die Anwendung verschiedener Nahttechniken je nach Art und Ausmaß der Verletzung. Verschiedene Nahtmuster wie Kessler-Nähte, Bunnell-Nähte oder modifizierte Techniken kommen zum Einsatz.

Die Wahl der Nahttechnik orientiert sich an der Gewebequalität, der Lokalisation und der gewünschten Stabilität der Rekonstruktion. Moderne Fadenmaterialien wie resorbierbare oder permanente Fäden werden je nach Heilungsverlauf und Belastungsanforderungen ausgewählt. Die postoperative Nachbehandlung wird individuell an die durchgeführte Nahttechnik angepasst.

Offene Verfahren sind besonders bei komplexen Verletzungen, Revisionseingriffen oder bei der Notwendigkeit von zusätzlichen Eingriffen wie Sehnenverlängerungen oder -verkürzungen indiziert.

Rehabilitation nach offener Nahttechnik

Die Nachbehandlung nach offenen Nahttechniken erfolgt stufenweise und orientiert sich an der Art der durchgeführten Rekonstruktion sowie der Gewebequalität.

Phase I (Woche 1 bis 8): Schutz und Wundheilung

In der ersten Phase steht die Schonung der genähten Strukturen im Vordergrund. Ziel ist es, die Wundheilung zu unterstützen und Komplikationen zu vermeiden.

  • Entlastung und Ruhigstellung je nach Lokalisation
  • Wundkontrollen und Verbandwechsel
  • Schmerz- und Schwellungsreduktion
  • Passive Bewegungsübungen unter Anleitung
Phase II (Woche 8 bis 16): Belastungsaufbau

In der zweiten Phase wird die Belastung schrittweise gesteigert und die Beweglichkeit verbessert.

  • Graduelle Steigerung der Belastung
  • Aktive Bewegungstherapie
  • Kräftigungsübungen für die betroffene Muskulatur
  • Koordinationstraining
Phase III (Monat 4 bis 6): Funktioneller Aufbau

In dieser Phase liegt der Fokus auf der Wiederherstellung der vollen Funktionalität.

  • Sportartspezifisches Training
  • Belastungstraining für Alltagsaktivitäten
  • Rückkehr zu leichten sportlichen Aktivitäten
  • Funktionelle Tests zur Belastungsfreigabe
Phase IV (Monat 7 bis 9): Vollständige Integration

Die letzte Phase zielt darauf ab, die volle Belastbarkeit wiederherzustellen.

  • Vollständige Rückkehr zu sportlichen Aktivitäten
  • Belastungstests zur Funktionskontrolle
  • Individuelle Anpassung an persönliche Ziele
  • Langfristige Präventionsmaßnahmen