GROSSZEHENGRUNDGELENKSARTHRODESE
Methode
Versteifung des Großzehengrundgelenks zur Behandlung schwerer Arthrose
Dauer
45 bis 60 Minuten
Erholungszeit
6 bis 12 Wochen
Was ist eine Großzehengrundgelenksarthrodese?
Die Arthrodese (Versteifung) des Großzehengrundgelenks ist ein bewährtes Verfahren zur Behandlung fortgeschrittener Arthrose (Hallux rigidus), wenn gelenkerhaltende Maßnahmen wie Cheilektomie oder Implantate nicht mehr ausreichend sind. Ziel ist die dauerhafte Schmerzfreiheit und eine stabile, belastbare Abrollbewegung beim Gehen.
Ablauf der Operation
- Hautschnitt über dem Großzehengrundgelenk, Freilegung des Gelenks
- Entfernung zerstörter Knorpelanteile, Fräsung der Gelenkflächen
- Exakte Stellung der Großzehe in funktioneller Position (leichte Dorsalextension)
- Fixation mit winkelstabiler Platte, Schrauben oder Spezialimplantaten
- Wundverschluss, Verband und Anlage eines Verbandschuhs
Rehabilitation nach Arthrodese
Die Nachbehandlung nach einer Arthrodese des Großzehengrundgelenks erfordert Geduld, da die Knochenheilung mehrere Wochen in Anspruch nimmt. Ziel ist eine stabile knöcherne Durchbauung ohne Restbeschwerden.
Phase I (0–6 Wochen): Ruhigstellung und Entlastung
- Tragen eines Vorfußentlastungsschuhs durchgehend
- Hochlagerung des Fußes zur Schwellungsreduktion
- Keine Belastung auf dem Großzehenballenbereich
- Wundkontrollen und ggf. Fadenzug nach 2 Wochen
Phase II (7–12 Wochen): Belastungssteigerung
- Wechsel auf bequemen Konfektionsschuh nach ärztlicher Freigabe
- Aufbau eines symmetrischen Gangbilds mit Physiotherapie
- Kräftigung der umgebenden Muskulatur
- Regelmäßige Röntgenkontrollen zur Überprüfung der knöchernen Durchbauung
Phase III (ab 3 Monate): Rückkehr zur Alltagsbelastung
- Vollbelastung im Alltag mit stabilem, gut dämpfendem Schuhwerk
- Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen meist problemlos möglich
- Kontrolltermine zur Verlaufseinschätzung
- Keine Schmerzen mehr bei Abrollbewegung – Ziel der Therapie