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ABTRAGUNG VON KNOCHENKANTEN MIT DER FRÄSE

Methode
Perkutane Abtragung störender Knochenvorsprünge
Dauer
15 bis 30 Minuten
Erholungszeit
2 bis 6 Wochen

Ein vorstehender Knochen drückt von innen gegen die Haut. Am gesunden Fuß meldet sich das als Schmerz, und man wechselt den Schuh. Fehlt das Schutzempfinden – wie beim diabetischen Fußsyndrom –, bleibt der Druck bestehen, bis die Haut aufgibt. Die Abtragung der Knochenkante nimmt die Ursache weg, nicht nur die Folge.

Typische Stellen sind der Innen- und Außenrand des Vorfußes, die Zehengelenke und die Unterseite eines eingebrochenen Fußgewölbes. Auch am Charcot-Fuß, wo sich das Gewölbe nach unten durchgedrückt hat, entstehen solche Kanten.

Ablauf der Operation

Über einen Stichzugang von etwa einem halben Zentimeter wird eine feine Fräse an den Knochenvorsprung geführt. Unter Durchleuchtung wird die Kante abgetragen; der abgefräste Knochen zerfällt dabei zu einem weichen Brei, der anschließend ausgespült wird. Die Haut über der Stelle bleibt geschlossen.

Weil nicht großflächig eröffnet wird, bleibt die Durchblutung der Haut erhalten – beim diabetischen Fuß der entscheidende Punkt, denn eine große Wunde an dieser Stelle heilt oft schlechter als das Problem, das sie lösen soll. Fremdmaterial bleibt keines zurück.

Wann der Eingriff infrage kommt

Wir schlagen ihn vor, wenn ein tastbarer Knochenvorsprung die Haut immer wieder wund scheuert oder bereits ein Geschwür darüber entstanden ist – und wenn sich der Druck durch Schuh, Einlage oder Polster nicht ausreichend nehmen lässt.

Wie bei der DMDO gilt: Je früher der Druck weg ist, desto besser. Eine Kante, die bereits eine Schwiele erzeugt, wird über kurz oder lang auch die Haut öffnen. Vorbeugend abgetragen bleibt der Eingriff klein.

Nachbehandlung

Der Eingriff ist klein, die Nachbehandlung entsprechend kurz. Wichtig ist, dass die Stelle in den ersten Wochen nicht wieder unter denselben Druck gerät.

Phase I (0–2 Wochen): Schonen und abschwellen
  • Verbandschuh, Belastung nach Beschwerden
  • Hochlagern, Kühlen, regelmäßiger Verbandwechsel
  • Bei bestehender Wunde: Wundbehandlung wie zuvor fortführen
Phase II (2–6 Wochen): Schuhversorgung anpassen
  • Übergang in den Alltags- oder Maßschuh
  • Einlage oder Bettung an die veränderte Fußform anpassen
  • Kontrolle, ob die Haut über der Stelle ruhig bleibt
Ab Woche 6: Weiter im Blick behalten
  • Tägliche Sichtkontrolle des Fußes beibehalten
  • Regelmäßige Verlaufskontrollen in der Sprechstunde
  • Neue Druckstellen früh melden – sie entstehen oft an anderer Stelle

Unsere Fuß-Experten

Erfahrene Spezialisten für minimalinvasive Fußchirurgie und den diabetischen Fuß